Zu Gast in der „Apotheke des kleinen Mannes“
29. September 2008 um 07:27 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentierenWissenswertes rund um die Heilmittel der Natur
„Alles, was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt“: Pfarrer Sebastian Kneipp wusste um die heilende Wirkung vieler Kräuter. Über Jahrhunderte waren Heilpflanzen im heimischen Garten die „Apotheke des kleinen Mannes“. Heute besinnen sich immer mehr Menschen auf die ältesten Heilmittel der Natur zurück.
Auch im Emsland finden sich Gärten mit unzähligen Pflanzen, die bei kleinen und größeren Beschwerden helfen können.
Im „Heilkräutergarten“ in Emsbüren ist „gegen (fast) jede Krankheit ein Kraut gewachsen“. Von der Artischocke bis zum Spitzwegerich: 200 verschiedene Pflanzen sind nach Krankheitsgebieten wie Herz-Kreislaufstörungen, Mangelerscheinungen oder Verdauungsbeschwerden unterteilt. Wer hier vorbeischaut, erfährt viel über die Wirkungsweisen und Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Kräuter. Ein Highlight für die kleinen Besucher des Gartens sind übrigens duftende Coca-Cola- und Lakritzpflanzen.
Derart „moderne“ Gewächse hat es zu Zeiten der Kräuterpfarrer und Klosterfrauen noch nicht gegeben. Sie züchteten vielmehr Johanniskraut und Liebstöckel in mittelalterlichen Heilpflanzengärten. Wie ein solcher „Herbularius“ angelegt war erleben Besucher im „Garten des Nazareners“ in Twist. In zwei großen Beeten stehen die Heilpflanzen berühmter Kirchenmänner und Frauen, wie Hildegard von Bingen im Mittelpunkt.
Ein paar Meter weiter liegt „Käthes Bauerngarten“. Hier wachsen Kräuter mit magischer Wirkung – die Zauberpflanzen. So soll beispielsweise Eisenkraut früher von Hexen als Flugsalbe und für den Verwandlungszauber eingesetzt worden sein.
In Geeste wurde ebenfalls ein Kräutergarten nach dem Vorbild früherer Bauerngärten angelegt. Auf dem „Kräuterhof Rosen“ wechseln sich verschiedene Küchen- und Heilkräuter ab, die für die Region typisch sind. In regelmäßig stattfindenden Vorträgen erfahren die Besucher dort zudem mehr über die „alten und neuen Hausmittel“ und über „Küchenkräuter zum Kochen und Kennen lernen“.
Rund um das Thema Kräuter dreht es sich auch in der historisch-ökologischen Bildungsstätte in Papenburg. In kreisförmig angeordneten Beeten wachsen über 100 Heil-, Duft- und Färberpflanzen. Wer Kräuter jedoch nicht nur in schön angelegten Gärten, sondern in der unberührten Natur entdecken möchte, kommt in Meppen auf seine Kosten. Unter dem Motto „Kräuter riechen, schmecken, fühlen“ führt Kräuterfrau Anja Interessierte durch Wiesen und Wälder rund um die Kreisstadt. Dabei lernen die Spaziergänger in 90 Minuten die verschiedenen Pflanzen entlang Weges kennen (Termin: 04.10.).
Weitere Informationen:
Emsland Touristik GmbH, Ordeniederung 1, 49716 Meppen, Tel. 05931 – 442266, info@emsland.com
Scheffel, Fettnäppken, Thaler – Die große Welt der Sprichwörter
27. September 2008 um 09:12 Uhr | In Reisebericht | kommentierenAusstellung im Emslandmuseum in Lingen nur noch bis 28.09.2008 zu sehen
Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Die Axt im Haus spart den Zimmermann. Morgenstund hat Gold im Mund. Wohl jeder hat zumindest eines dieser Sprichwörter schon einmal gehört. Aber woher kommen die Redewendungen? Was steckt dahinter? Licht ins Dunkel dieser Fragen bringt die aktuelle Ausstellung im Emslandmuseum in Lingen – „Emsland sprichwörtlich“. Aber nur noch bis zum 28.09.2008!
Zum Anhören: Emsland sprichwörtlich > 03:15 – mp3
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„Emsland sprichwörtlich“ – die aktuelle Ausstellung im Emslandmuseum in Lingen ist nur noch Samstag und Sonntag von 14 Uhr 30 bis 17 Uhr 30 geöffnet. Wer den Hintergrund manch eines Sprichwortes geklärt haben möchte, sollte sich beeilen.
Riesig: Größtes Kreuzfahrtschiff Deutschlands auf der Ems
26. September 2008 um 07:06 Uhr | In News | kommentierenLuxusliner verlässt am 28.09.2008 die Meyer Werft in Papenburg
Es ist wieder soweit: Erneut verlässt ein Luxusliner die Meyer Werft in Papenburg. Obwohl natürlich jede Schiffsüberführung etwas besonderes ist, sollten Sie sich gerade dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Denn am kommenden Sonntag wird das bisher größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff, die “Celebrity Solstice” (122.000 BRZ), die Werft in Richtung Nordsee verlassen. Für die Überführung gilt folgender grober Zeitplan, der sich entsprechend den Wetterbedingungen und der Tide kurzfristig verschieben kann:
Sonntag, 28. September 2008 (je nach Wetterlage)
zw. 12 – 17 Uhr Dockschleuse Papenburg
zw. 15 – 20 Uhr Friesenbrücke Weener
zw. 17 – 22 Uhr Jann-Berghaus-Brücke Leer
zw. 20 – 01 Uhr Emssperrwerk Gandersum – Ankunft
Montag, 29. September 2008
13 Uhr Passage Sperrwerk
Die Zeiten werden den Prognosen der Wetterlage angepasst. Zeitverschiebungen sind möglich!
Wegen der besseren Manövrierbarkeit wird die “Celebrity Solstice” die Emsfahrt in Richtung Nordsee mit dem Heck voran zurücklegen. Die Überführung bewältigt das Schiff zusammen mit den Schleppern “Weser” und “Bugsier VI” mit jeweils 2x 2.500 kW bzw. 2x 2.500 kW Motorenleistung.
Auf der Meyer Werft geht die Arbeit an den weiteren Schiffen unterdessen mit Hochdruck weiter: Im Dock I der Werft wird in Kürze das dritte Clubschiff für AIDA Cruises, die “AIDAluna” fertig gestellt und im Februar 2009 die Bauwerft verlassen. Im Baudock II, das derzeit verlängert wird, ist bereits mit dem zweiten Kreuzfahrtschiff für Celebrity Cruises, der “Celebrity Equinox” begonnen worden. Das Schiff wird Papenburg im nächsten Jahr verlassen.
Von Kofferfischen, Fettnäpfchen und der „Neuen Leipziger Schule“
25. September 2008 um 08:26 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentierenDrei Emslandmuseen – drei beeindruckende Sonderausstellungen
Moor und Technik, Kunst und Kultur, die Geschichte Lingens und Umgebung: Das sind die jeweiligen Themenschwerpunkte der drei großen Emslandmuseen. Für ihre Dauerausstellungen sind die Museen in Geeste, Sögel und Lingen überregional bekannt. Die „Rosinen“ eines jeden Museums sind aber die Sonderausstellungen.
Was ist das Geheimnis der Haihaut? Wie nutzt der Eisbär die Energie der Sonne? Was hat ein Kofferfisch mit modernem Autodesign zu tun? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, wird zurzeit im Emsland Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe fündig. In der Sonderausstellung „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ begeben sich die Besucher auf die Spur von faszinierenden Naturphänomenen. Auf reich bebilderten Schautafeln und in vielen praktischen Experimenten wird erklärt, für welche technischen Innovationen die Natur Pate stand. Highlight ist ein so genanntes „Delfin-Telefon“. Wie sich ein Telefonat auf „delfinisch“ anhört, können kleine und große Wissenschaftler bis zum 16. November im Moormuseum selbst ausprobieren.
Im Emslandmuseum in Lingen dreht sich hingegen derzeit alles um die hintergründige Welt der Sprichwörter. Vom Licht, das man bekanntlich nicht unter den Scheffel stellen sollte, bis zum Fettnäpfchen, in das keiner gerne tritt. Doch woher stammen die Redensarten eigentlich? Sie alle beziehen sich auf Gegenstände von einst, die heute kaum noch einer kennt. Wie zum Beispiel der Kesselhaken über dem offenen Herdfeuer, bei dem die Hausfrau auch mal „einen Zacken zulegen“ konnte. Die Ausstellung „Emsland – sprichwörtlich“ präsentiert diese altertümlichen Gegenstände passend zum jeweiligen Sprichwort – allerdings nur noch bis zum 28. September. Diese Gelegenheit sollten Interessierte also „beim Schopfe packen“.
Auch das dritte Emslandmuseum lockt mit einer sehenswerten Sonderausstellung. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Jagdsternschlosses Clemenswerth in Sögel, trifft die Malerei der „Neuen Leipziger Schule“ auf Keramik. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Forum Form Clemenswerth sind Gemälde des zeitgenössischen Malers Jan Dörre zusehen, die sich mit Urängsten und Vergänglichkeit beschäftigen. Im Gegensatz dazu stehen die Arbeiten des Keramikers Enno Jäkel. Seine Gefäße sind voller Lebendigkeit und beruhen auf einem einzigartigen Spannungsfeld von Form und Technik. Kunstliebhabern steht bis zum 31. Oktober im Pavillon Clemens August auf Schloss Clemenswerth ein fürstlich künstlerisches Erlebnis bevor.
Weitere Informationen:
Emsland Moormuseum, Geestmoor 6, 49744 Geeste – Groß Hesepe, Tel. 05937-709990, kontakt@moormuseum.de
Emslandmuseum Lingen, Burgstraße 28b, 49808 Lingen (Ems), Tel. 0591 / 47601, museum.lingen@t-online.de
Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, 49751 Sögel, Tel. 05952 – 932325, schloss@clemenswerth.de
Interview: Internationaler Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen
23. September 2008 um 09:14 Uhr | In Interview | kommentierenIm Gespräch mit Petra Rosenbach, der Geschäftsführerin des Naturparks
Das Emsland vor gut 300 Jahren: weite Teile des heutigen Landkreises bestanden aus ausgedehnten, unbewohnten Hochmoorgebieten. Nur sehr langsam und unter großen Entbehrungen wagten sich die ersten Siedler in das unwegsame Gebiet vor. Die ersten Moorsiedlungen entstanden und nach langen Jahrzehnten der Armut entwickelte sich die Torfindustrie zu einem lukrativen Wirtschaftszweig.
Von den ehemals großen Moorflächen sind heute nur noch kleine Teilstücke erhalten geblieben, die im „Internationalen Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen“ unter Naturschutz stehen. Petra Rosenbach ist Geschäftsführerin des Naturparks. Im Interview spricht sie über Flora und Fauna des Naturparks, über neue Projekte und über die Zusammenarbeit mit den niederländischen Projektpartnern.
Zum Anhören: Naturpark Moor > 05:59 – mp3
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Weiter Informationen rund um den Internationalen Naturpark Bourtanger Moor – Bargerveen finden Sie auf der Homepage des Naturparks.
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