Der Kunst auf der Spur

16. Oktober 2008 um 08:51 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentieren

Malereien, Installationen, Cartoons – künstlerische Vielfalt im Emsland

Was ist Kunst? Diese Frage stellte sich auch einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso. Jahrzehnte nach seinem Tod ist die Frage heute immer noch ungeklärt. Zahlreiche Ausstellungen und Kunsthallen präsentieren zwar Kunst, doch wie diese interpretiert wird, liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.

So wird auch im Emsland angeregt über Kunst diskutiert. Die Kunsthalle in Lingen hat sich durch ihr breit gefächertes Ausstellungsprogramm einen Namen gemacht und ist weit über die Grenzen des Emslandes hinaus bekannt. Wechsel- und Dauerausstellungen zu allen Bereichen der bildenden Kunst, sowohl national als auch international, ergänzen sich zu einem besonderen Kunst- und Kulturerlebnis.

In der aktuellen Sonderausstellung stehen Werke der Malerin Julia Oschatz im Mittelpunkt. Die Preisträgerin des Lingener Kunstpreises 2008 verfolgt in ihrem vielschichtigen Werk eine sehr eigenwillige und unverwechselbare Strategie. Die Ausstellung umfasst Malereien, Zeichnungen, Installationen und Filmarbeiten. Dabei hat alles mit einander zu tun, und doch steht auch jedes Exponat für sich.

Abgerundet werden die jeweiligen Ausstellungen durch ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Ob Diskussionen mit Künstlern, Konzerte in der Kunsthalle oder ein gemütliches Kulturfrühstück – die Lingener Kunsthalle lässt Kunst lebendig werden.

Im Kulturzentrum Koppelschleuse in Meppen bündeln verschiedene Institutionen ihre kulturellen Kräfte. Hier sind unter anderem der Kunstkreis und die Kunstschule zu Hause. In einem klassizistischen Gebäude von 1828 werden pro Jahr verschiedene Ausstellungsreihen gezeigt. Noch bis zum 26. Oktober widmet sich der Meppener Kunstkreis „Rabenaus wundersamen Erlebnissen“. Die Cartoon-Stories von Rabenau treffen mit ihren kurzen Sprüchen, kombiniert mit sparsamsten zeichnerischen Mitteln, genau ins Schwarze. Seine Boshaftigkeit hat aber auch immer ein Augenzwinkern, ist immer auch liebenswert. Rabenau drückt das aus, was „man“ sonst nicht ausspricht. Er bringt es auf den Punkt. Kurz und knapp. Einfach sehenswert.

Nach dem Motto „Jeder Mensch ist ein Künstler“, kann in der Koppelschleuse aber auch jeder selbst aktiv, sprich kreativ werden. In regelmäßigen Seminaren widmen sich die angehenden Künstler zum Beispiel der Acrylmalerei auf großem Format, den Grundlagen zeichnerischer Darstellung oder lernen, ein Portrait zu zeichnen.

Weitere Informationen:
Kunstverein Lingen Kunsthalle, Kaiserstraße / Halle IV, 49809 Lingen, Tel. 0591 – 5 99 95, info@kunsthalle-lingen.de
Koppelschleuse Meppen, Helter Damm 1, 49716 Meppen, Tel. 05931 – 40 99 77 0, info@koppelschleuse-meppen.de,

Von Kofferfischen, Holzgemälden und der „Neuen Leipziger Schule“

14. Oktober 2008 um 08:14 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentieren

Drei Emslandmuseen – drei beeindruckende Sonderausstellungen

Moor und Technik, Kunst und Kultur, die Geschichte Lingens und Umgebung: Das sind die jeweiligen Themenschwerpunkte der drei großen Emslandmuseen. Für ihre Dauerausstellungen sind die Museen in Geeste, Sögel und Lingen überregional bekannt. Die „Rosinen“ eines jeden Museums sind aber die Sonderausstellungen.

Was ist das Geheimnis der Haihaut? Wie nutzt der Eisbär die Energie der Sonne? Was hat ein Kofferfisch mit modernem Autodesign zu tun? Wer Antworten auf diese Fragen sucht, wird zurzeit im Emsland Moormuseum in Geeste-Groß Hesepe fündig. In der Sonderausstellung „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ begeben sich die Besucher auf die Spur von faszinierenden Naturphänomenen. Auf reich bebilderten Schautafeln und in vielen praktischen Experimenten wird erklärt, für welche technischen Innovationen die Natur Pate stand. Highlight ist ein so genanntes „Delfin-Telefon“. Wie sich ein Telefonat auf „delfinisch“ anhört, können kleine und große Wissenschaftler bis zum 16. November im Moormuseum selbst ausprobieren.

Das Emslandmuseum auf dem Hümmling lockt hingegen mit einer sehenswerten Kunstausstellung. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Jagdsternschlosses Clemenswerth in Sögel, trifft die Malerei der „Neuen Leipziger Schule“ auf Keramik. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Forum Form Clemenswerth sind Gemälde des zeitgenössischen Malers Jan Dörre zu sehen, die sich mit Urängsten und Vergänglichkeit beschäftigen. Im Gegensatz dazu stehen die Arbeiten des Keramikers Enno Jäkel. Seine Gefäße sind voller Lebendigkeit und beruhen auf einem einzigartigen Spannungsfeld von Form und Technik. Diese fürstlich künstlerische Ausstellung kann von allen Kunstliebhabern bis zum 31. Oktober im Pavillon Clemens August auf Schloss Clemenswerth besucht werden.

Kunst wird auch im Emslandmuseum in Lingen groß geschrieben. In der neuen Sonderausstellung dreht sich diesmal alles um faszinierende „Gemälde in Holz“. Präsentiert werden Intarsien und Marketerien von Michael Gaide. Seine filigranen Einlegearbeiten aus Holz vereinen handwerkliche Tradition mit vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen. Neben historischen und surrealistischen Motiven spielen auch asiatische Einflüsse eine wichtige Rolle. Die „Bilder“ aus Holz sowie kunstvoll verzierte Möbel können bis Ende des Jahres in Lingen bestaunt werden. Als besonderes Schmuckstück gilt übrigens ein erst kürzlich restaurierter, wertvoller Schreibsekretär aus dem 18. Jahrhundert.

Weitere Informationen:
Emsland Moormuseum, Geestmoor 6, 49744 Geeste – Groß Hesepe, Tel. 05937-709990, kontakt@moormuseum.de
Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, 49751 Sögel, Tel. 05952 – 932325, schloss@clemenswerth.de
Emslandmuseum Lingen, Burgstraße 28b, 49808 Lingen (Ems), Tel. 0591 / 47601, museum.lingen@t-online.de

Tauchabenteuer in Poseidons Reich

12. Oktober 2008 um 10:02 Uhr | In Reisebericht | kommentieren

Neue Sonderausstellung “Unterwasserarchäologie” in Meppen eröffnet

Ötzi, Moorleichen, Indianer: Wer das archäologische Ausstellungszentrum in Meppen besucht, begibt sich immer wieder auf neue spannende archäologische Forschungsreisen. Die Sonderausstellungen sind so abwechslungsreich, wie die Geschichte selbst. Eines hatten die Ausstellungen allerdings stets gemein: Die Funde wurden an Land gemacht.
Jetzt wagt sich das Ausstellungszentrum jedoch in neue Gebiete vor: Das Leben unter Wasser. Seit diesem Wochenende gibt die Sonderausstellung “Unterwasserarchäologie” Einblicke in die Welt von Forschungstauchern. Und das klingt dann so:

Zum Anhören: Unterwasserarchäologie > 03:07 – mp3

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Faszinierende und spannende Einblicke in die Unterwasserarchäologie liefert das archäologische Ausstellungszentrum in Meppen bis zum 3. November. Die Ausstellung ist täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Ergänzt wird die Ausstellung übrigens durch 60 Unterwasserfotografien. Das Motto „Leben unter Wasser“ spiegelt sich in eindrucksvollen Bildern vom Krebs bis zum Korallenriff, vom Mittelmeer bis zur Tiefsee wieder. Wer da nicht Lust auf’s Tauchen bekommt…

Archäologisches Ausstellungszentrum taucht ab

10. Oktober 2008 um 08:23 Uhr | In News | kommentieren

„Unterwasserarchäologie. Leben unter Wasser“ fasziniert ab 11. Oktober in Meppen

Was für ein Wandel: In der letzten Woche noch bestimmten die Prärie- und Plainsindianer Nordamerikas das Bild des archäologischen Ausstellungszentrums in Meppen. Nun “taucht” das Museum ab – in faszinierende und eindrucksvolle Unterwasserwelten.

“Unterwasserarchäologie” ist das Thema der neuen Ausstellung, die mit einem Aktionswochenende am 11. und 12. Oktober eingeläutet wird. Neben den Exponaten und faszinierenden Unterwasserfotografien im Museum ist im Außenbereich ein großer Tauchcontainer aufgestellt, in dem Mitglieder emsländischer Tauchclubs ihren Sport demonstrieren. Fachleute werden vor Ort Informationen zur archäologischen Forschung unter Wasser geben.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt das Jugendkulturgästehaus im Museum am Samstag mit Kaffee und Kuchen sowie am Sonntag zusätzlich mit einer deftigen Erbsensuppe.
Der Eintritt beträgt 4 Euro für Familien und 2 Euro für Einzelbesucher. Das Ausstellungszentrum ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Die Blätter fallen…

8. Oktober 2008 um 07:58 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentieren

Ein herbstlicher Spaziergang durch das Emsland

Die Tage werden allmählich kürzer, die Temperaturen sinken und morgens umhüllt dichter Nebel die Natur. Buntes Laub und reife Früchte verwandeln die Wälder jetzt in farbenfrohe und wunderschöne Landschaften. Am besten lässt sich der „goldene Herbst“ bei einem ausgedehnten Spaziergang durch die Wälder genießen.

Den Wald mit allen Sinnen erleben – das verspricht der Walderlebnispfad „Frerener Holtpättken“. Entlang des zwei Kilometer langen „Spechtweges“ erfahren Interessierte viel über Naturphänomene und die historische Entwicklung des Frerener Waldes. Gleich vierzehn spannende und informative Stationen warten auf die Wanderer. So werfen sie beispielsweise einen Blick in das „Wohnzimmer“ eines Spechtes oder lassen sich von einer Baumscheibe einiges über das Alter und die Biologie der Bäume „erzählen“. Wer sich einen längeren Weg zutraut, kann den Wald auf einem Erweiterungsparcours, dem Ameisenweg, erkunden. Auf weiteren zwei Kilometern Länge gilt es Tierfelle zu ertasten und Tierspuren zu erkennen. Natürlich kommen auch die Namensgeber dieses Weges nicht zu kurz: An zwei Stationen wird die Bedeutung der „Waldpolizei“ erläutert.

In Salzbergen sind es nicht die Ameisen, sondern der Feldhase, der die Spaziergänger durch den Wald führt. Im „Walderlebnispfad Stovener Wald“ entdecken Besucher an 18 Stationen zahlreiche Geheimnisse des Waldes und lernen Wissenswertes über die Waldbewirtschaftung, Gehölzarten, ökologische Zusammenhänge und die Tierwelt. Und auch hier werden alle Sinne angesprochen: Auf einem Barfußpfad können die verschiedenen Bodenarten mit den Füßen ertastet werden. Musikalisch wird es hingegen an der nächsten Station – am Holzxylophon. Hier ertönen die die unterschiedlichen Klänge der verschiedenen Hölzer. Als neueste Station wurde eine „Vogeluhr“ aufgestellt. Welcher Vogel um welche Uhrzeit sein Lied anstimmt? Antworten gibt der „Walderlebnispfad Stovener Wald“.

Noch ein besonderer Tipp: Wer sich für die heimische Tier- und Pflanzenwelt des Hümmlings interessiert, kommt im Waldmuseum im Erholungsgebiet Surwold’s Wald auf seine Kosten. Ob Birkhühner und Rehe oder Heide und Hochmoor – auf zahlreichen Schautafeln lernen die Besucher Flora und Fauna des nördlichen Emslandes kennen. Exponate wie Tierpräparate, Nester und Baumgruppen sowie Audiomaterial runden die Ausstellung ab.

Weitere Informationen:
Waldmuseum Surwold, Erholungsgebiet Surwold’s Wald, 26903 Surwold, Tel. 04965- 91310, info@surwold.de
Walderlebnispfad Stoverner Wald, Steider Straße, 48499 Salzbergen, Tel. 05976- 94790, info@salzbergen.de
Walderlebnispfad Freren Holtpättken, 49832 Freren, Tel. 05902- 940800, info@touristikverein-fls.de

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