Frisch aufgetaut: Steinzeitmann Ötzi und seine Welt

31. Januar 2009 um 08:24 Uhr | In News | 1 Kommentar

Am Sonntag öffentliche Führung durch die Sonderausstellung

Einblicke in das Leben von Ötzi (Foto: Landkreis Emsland)In der Sonderausstellung “Frisch aufgetaut – die Fundsache Ötzi” findet im Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes in Meppen am 1. Februar um 15 Uhr eine öffentliche Führung statt.

Die 1991 in den Ötztaler Alpen gefundene Mumie eines steinzeitlichen Menschen wurde genau untersucht und so gelang es, dass Forscher dem Gletschermann “Ötzi” im Laufe der Jahre manches Geheimnis entlocken konnten. Das Puzzle aus Forschungsergebnissen unterschiedlichster Disziplinen ermöglicht es Wissenschaftlern heute, auch im Zusammenhang mit weiteren Funden, aus dem Sensationsfund neue Erkenntnisse über das Alltagsleben der Jungsteinzeit zu ziehen.

Nachbildung der Mumie des Gletschermannes „Ötzi“ von Dieter LukschIn der öffentlichen Führung steht der Mann aus dem Eis im Mittelpunkt: Die Mumie und die Ausrüstungsgegenständen, die “Ötzi” zum Zeitpunkt seines Todes mit sich führte, ergeben ein erstaunlich deutliches Bild von den Errungenschaften der Jungsteinzeit und dem Alltagsleben vor mehr als 5000 Jahren.

Der Eintritt beträgt 4 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder und 9 Euro für Familien. Das Ausstellungszentrum ist Sonntag von 11 bis 17 Uhr sowie dienstags bis samstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

“New Citizenships” in der Kunsthalle Lingen

29. Januar 2009 um 16:02 Uhr | In Reisebericht | kommentieren

Marjetica Potrč zeigt zeitgenössische Großstädte

Marjetica Potrč Wandzeichnungen Imstallationsansicht (Foto: Kunsthalle Lingen)Bereits seit über zehn Jahren kommen Kunstliebhaber auch im Emsland auf ihre Kosten. Die Kunsthalle in Lingen ist weit über die Landkreisgrenze hinaus für ihre zeitgenössischen Ausstellungen bekannt. Ihren Konkurrenten in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt steht die Kunsthalle in nichts nach. Dass Kunst auch im Emsland groß geschrieben wird, beweist die aktuelle Ausstellung “New Citizenships” einmal mehr. Gezeigt werden Werke der international bekannten Künstlerin Marjetica Potrč. Reisetagebuch-Emsland-Reporterin hat sich die Ausstellung angeschaut und auch mit der Künstlerin gesprochen.

Zum Anhören: New Citizenships > 02:51 – mp3

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Die Kunsthalle in LingenDie Öffnungszeiten der Kunsthalle: Di, Mi, Fr 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, Sa, So 11 – 17 Uhr

Kostenlose öffentliche Führungen: So 11 Uhr 30 und Do 18 Uhr 30

Eintrittskosten: 3 €, ermäßigt 1,50 €, Do ab 18 Uhr freier Eintritt

Von der kleinen Eisenbahnstadt zum modernen Wirtschaftszentrum

28. Januar 2009 um 18:01 Uhr | In News | kommentieren

Vortrag über “Lingen im Wandel der Zeit”

Eines der Bilder des Lingener Heimatfotografen Clemens KorteDer Lingener Heimatfotograf Clemens Korte hat über viele Jahrzehnte den Wandel von Stadt und Landschaft im Raum Lingen in seinen Aufnahmen fest gehalten. Anhand von etwa 150 Farbfotografien erläutert Dr. Andreas Eiynck, Leiter des Emslandmuseums und Kenner der Region, wie Lingen sich von einer kleinstädtisch geprägten Eisenbahnerstadt zum modernen Der Lingener Marktplatz fotografiert vom Lingener Heimatfotografen Clemens KorteWirtschaftszentrum mit hoher Lebensqualität entwickelte. Das Emsland verwandelte sich im gleichen Zeitraum von einer rückständigen Gegend mit öden Moor- und Heideflächen zu einer gepflegten Kulturlandschaft, die gleichwohl viele ihrer landschaftlichen Naturschönheiten bewahrt hat.

Was: Vortrag über “Lingen und Umgebung im Wandel der Zeit”
Wann: 29. Januar 2009 um 15 Uhr 30
Wo: Wohnstift Lingen

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

27. Januar 2009 um 08:32 Uhr | In Reisebericht | kommentieren

Ein Rundgang über eine Gedenkstätte im Aufbau: Das ehemalige Lager Esterwegen

Das Lager Esterwegen (Foto: Gedenkstätte Esterwegen)Der 27. Januar ist ein geschichtsträchtiger Tag: Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau befreit. 1996 wurde dieser Tag zum internationalen Holocaustgedenktag proklamiert. So sind auch in diesem Jahr im gesamten Bundesgebiet heute die Flaggen auf Halbmast gesetzt, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern.

Gedenkstätte Esterwegen: Die Lagerstraße heuteAuch im Emsland sind während des NS-Regimes tausende Menschen gequält und ermordet worden, in den 15 so genannten Emslandlagern. Das wohl bekannteste dieser Lager war das Konzentrationslager Esterwegen – die “grüne Hölle am Wegesrand”. Hier musste unter anderem der Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky unter menschenunwürdigen Bedingungen das Moorgebiet umgraben.

Gedenkstätte Esterwegen: Die Lagerstraße einstZurzeit entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Esterwegen eine Gedenkstätte. Insgesamt sollen 5,6 Millionen Euro in Esterwegen zum Ausbau einer zentralen Gedenkstätte für die 15 Emslandlager investiert werden. Auch wenn die Gedenkstätte noch im Aufbau ist, kann man bereits seit 2006 Rundgänge über das einstige Lagergelände unternehmen. “Zeitfenster”, alte Fotos und Zitate von ehemaligen Häftlingen lasen die Besucher Zeichen der Zeit: Baumwurzeln wachsen über die Überreste der Gebäude des Lagers Esterwegenerahnen, was sich einst hier abgespielt hat. Reisetagebuch-Emsland-Reporterin Rebekka Gaebel hat sich in Esterwegen auf eine Zeitreise begeben.

Zum Anhören: Gedenkstätte Esterwegen > 04:08 – mp3

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Mehr Informationen über die Gedenkstätte Esterwegen finden Sie unter www.gedenkstaette-esterwegen.de.

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“Auch wir hatten einen Russen…”

Sowjetische Zwangarbeiterinnen des Stadtkrankenhauses Osnabrück. Auch das Meppener Ludmillenstift beschäftigte Zwangsarbeiterinnen. (Foto: Stadt Meppen)Anlässlich des Holocaustgedenktages wird heute in Meppen auch eine Ausstellung zum Spannungsfeld von Zwangsarbeit und Kirche eröffnet. Die Ausstellung “Auch wir hatten einen Russen…” ist den zahlreichen Zwangsarbeitern gewidmet, die in Meppen in kirchlichen Einrichtungen ihren Dienst ableisten mussten.

Ohne die Zwangsarbeiter hätte die Kriegsmaschinerie der NS-Diktatur nicht laufen und der Alltag in vielen Bereichen nicht aufrecht erhalten werden können. Das Diözesanmuseum Osnabrück hat unter dem Titel “Auch wir hatten einen Russen … Zwangsarbeit und katholische Kirche im Bistum Osnabrück” die Ergebnisse einer mehrjährigen Spurensuche zusammengestellt. Vorwiegend in Krankenhäusern und Gemeinschaftseinrichtungen beschäftigt, war der Arbeitsalltag für jugendliche und erwachsene Zwangsarbeiterinnen auch im kirchlichen Dienst hart. Die Menschenwürde wurde allerdings zumeist gewahrt. Darüber hinaus ergaben sich viele Grauzonen, in denen Zwangsarbeiterinnen neben der eigentlichen Arbeit in kirchlichen Einrichtungen aushalfen und dort zusätzlich versorgt wurden.

Die Ausstellung wird heute um 18 Uhr im Atrium des Medizinischen Zentrums des Krankenhauses Ludmillenstift eröffnet. Die Ausstellung ist bis zum 6. März täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

Verein Lingen Wirtschaft und Tourismus zieht Bilanz

25. Januar 2009 um 07:23 Uhr | In Reisebericht | kommentieren

Übernachtungszahlen für 2008 und zwei neue Broschüren für 2009

Die Stadtführer in LingenSchon seit einigen Jahren zeichnet es sich ab: Immer mehr Deutsche verbringen ihren Urlaub im eigenen Land. So ist im vergangenen Jahr die Zahl der Übernachtungen im Bundesgebiet um 2,5 Prozent gestiegen. Auch Niedersachsen konnte einen Zuwachs verzeichnen. Jetzt hat auch der Verein Lingen Wirtschaft und Tourismus (LWT) seine Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Ob es da auch Grund zur Freude gab?

Zum Anhören: Aktuelles vom LWT > 02:29 – mp3

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Die Broschüre zu den Pauschalen, das neue Gastgeberverzeichnis sowie der Flyer zu den Stadtführungen sind beim Verkehrsverein der Stadt Lingen erhältlich.

Übrigens: Einen akustischen Vorgeschmack auf die Stadtführungen und Sehenswürdigkeiten der Stadt Lingen finden Sie hier.

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