Grenzenloses Radfahrvergnügen auf der „United Countries Tour“

27. März 2010 um 07:58 Uhr | In Freizeit-Tipps | kommentieren

Zwei Länder, eine Radtour: Auf der „United Countries Tour“ lernen Radler die eindruckvolle Landschaft dies- und jenseits der deutsch-niederländischen Grenze kennen.

Dabei kommen Naturliebhaber und Abenteuerlustige auf dem 600 Kilometer langen Radwegenetz gleichermaßen auf ihre Kosten. Ob auf Tagestouren oder auf mehrtägigen Radwanderungen: Die Tour kann auf vielfältigen und abwechslungsreichen Wegen erkundet werden. Schwerpunkte bilden die 180 Kilometer lange „Smokkelroute“ und die 220 Kilometer lange „Pionierroute“ – beide ein Muss für passionierte Radwanderer und solche, die es werden wollen.

Alte, geheimnisvolle Schleichwege in der Grenzregion sind nicht nur Zeugnisse der traditionellen Verbindung zwischen den Ländern, sondern auch die letzten Spuren der einstigen Schmuggler. Auf der „Smokkelroute“ fahren Radler entlang alter Bachläufe, blühender Felder und über kurvenreiche Wege. Einige der Straßen sind sogar noch als alte Schmuggelrouten gekennzeichnet und lassen Erinnerungen an den „kleinen Grenzverkehr“ zwischen Deutschen und Niederländern lebendig werden.

Die “Smokkeltour” führt von Dörpen über Haren nach Bourtange und, je nach Kondition, entweder über Bellingwolde oder direkt zurück nach Dörpen. Links und rechts der Strecke gibt es neben wunderschönen Landschaften auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie das Landwirtschaftsmuseum in Rhede, die Festungsanlage Bourtange oder das Kloster in Ter Apel. Wer ein bisschen mehr Zeit mitbringt, sollte sich auf die “Smokkeroute plus” begeben. Die fünftägige Tour beinhaltet als zusätzliche Tages-Station das beschauliche Papenburg, Deutschlands längste Fehnsiedlung mit blumengeschmückten Klapp- und Drehbrücken, unzähligen Kanälen mit historischen Schiffen und natürlich der berühmten Meyer Werft.

Auf der „Pionierroute“ wird die Geschichte der ersten Siedler im Moor zu neuem Leben erweckt. Hier begegnen die Radwanderer historischen Schätzen und technischen Sehenswürdigkeiten wie den eindrucksvollen „Ölnickern“. Vorbei an weitläufigen Moor- und Heidegebieten und schnurgeraden Kanälen laden Museen wie das Erdölmuseum in Twist zu einer 220 Kilometer langen Reise in Vergangenheit und Gegenwart der Moorlandschaft ein. Die fünftägige Tour führt von Twist über Wietmarschen und Ringe bis nach Emmen und wieder zurück.

Auf der “Pionierroute-Schnupper-Tour” können sich Radfahrer in drei Tagen einen Eindruck von der einzigartigen deutsch-niederländischen Grenzregion machen. Von Emmen geht es über Twist nach Emlichheim und wieder zurück. Unbedingt empfehlenswert ist hier ein Umweg über Geeste: Im Emsland-Moormuseum inmitten des grenzüberschreitenden Naturparks Bourtanger Moor-Bargerveen ist die Geschichte des Moors und seiner Kultivierung mit vielen Informationen, Exponaten und Bildern sowie einem 30 Hektar großem Außengelände eindrucksvoll dokumentiert.

Weitere Informationen gibt es unter www.united-countries.net und bei der Emsland-Touristik GmbH, Ordeniederung 1, 49716 Meppen, Tel. 05931 – 442266, info@emsland-touristik.de

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